Samstag, 6. Dezember 2008

Motörhead Live in Stuttgart

Salve

Kaum ist das eine Konzert aus, steht auch schon wieder das nächste an.
Pünktlich zum Nikolaustag stürmten Simon und ich die Schleyerhalle zu Stuttgart.
An dieser Stelle nochmal einen Dank an "Die Neue 107,7", die es uns ermöglicht hat, die Spielstätte kostenlos aufsuchen zu dürfen.
Die so einbehaltenen Ersparnisse wurden gleich wieder in Bier reinvestiert - und diese Wortschöpfung ist in diesem Zusammenhang wirklich nicht übertrieben! Es gab schöne große Bierbecher mit geschätzten 0,75 - 1 Liter, deren Preis von 10,50 incl. Pfand aber eine echte Frechheit war. Hätte ich erst noch 40 Euro für ein Ticket hinlegen müssen, hätte ich es mir gewiss zwei Mal überlegt, zu dem Preis zuzuschlagen.
Aber da wir diese Kohle ja nicht zahlen mussten, ließen wir uns die Laune auch nicht verderben. Dank rechtzeitigen Erscheinens hatten wir Plätze im vordersten Bereich. Das war gut für die Sicht, aber andererseits auch schade, da es alle anderen Pappnasen nicht geschafft haben, rechtzeitig zu erscheinen und so mit den Plätzen weiter hinten Vorlieb nehmen mussten. Hat dies die Freude von Simon und mir getrübt? Keineswegs! Nicht einmal der Auftritt von Danko Jones vermochte dies. Im Vorfeld stieß er auf nur sehr wenig Gegenliebe, aber ich wollte mich live überzeugen lassen. Ganz überzeugt wurde ich nicht, aber ich finde die Band (?) nicht so übel, dass ich auch problemlos darauf verzichten hätte können. Es war eigentlich ganz witzig und die Ansagen waren einfach Rock'n'Roll, wozu auf der Bühne einfach eine gehörige Portion Selbstüberschätzung gehört und manche Songs gingen auch richtig gut ins Ohr. Just in diesem Moment des Schreibens läuft bei mir im Hintergrund "First Date"

Nach diesem kurzweiligen Auftritt folte aber das, worauf viele gewartet haben: Saxon betraten die Bretter und legten mit dem "Motorcycle Man" furios los. Biff hat trotz seines Alters eine Energie in den Knochen und vor allem der Stimme, dass so manche Jungspunde sich daran ein Beispiel nehmen können - absoluter Wahnsinn!



Bei der Setlist war für alle was geboten, wie es in der Kürze der Zeit und einem solchen Bouquet an Songs nun einmal möglich ist. Auch vom erst 2009 erscheinenden Album gab die Band zwei Songs zum besten und mit diesen die Versprechung, im Februar wieder auf Tour zu kommen - eigentlich ein absoluter Pflichttermin!


Was hierauf folgte war in erster Linie eines: LAUT! Darüber hinaus natürlich auch noch verdammt gut, aber eben auch unglaublich LAUT! Aber würde jemand etwas anderes erwarten, wenn er zu Motörhead geht? Natürlich nicht - wir sind hier bei der verdammt nochmal lautesten Band der Welt! Und jetzt kommt mir keiner mir den zu Pussys mutierten Manowar - die haben ihren Rekord von Publikum befreit aufgestellt!


Die Auswahl an Motörhead-Songs war sehr breitgefächert und ich, der ich in deren Diskografie eigentlich firm bin, wurde mit einigen mir bislang nicht bekannten Lieder überrascht. Aber auch die beinharten Maniax wurden mit dem rein akustisch vorgetragenen "Whorehouse Blues" überrascht.


Den für mich perfekten Abschluss fanden die Jungs mit meinem ewigen Motörhead-Lieblingsstück "Overkill".

Fazit des Abends: Stundenlanger Genuß nicht nur vor Ort; mir blieb eine Erinnerung in Form von 36 Stunden Dauerpfeifen auf dem rechten Ohr, in dessen Folge ich mir nun mal gescheite Ohrstöpsel gekauft habe, die den Sound nicht so sehr verfälschen, wie diese Drecksschaumstoffteile.
Aber ich möchte nicht rummemmen: Es hat sich gelohnt, den das Konzert war grandios und ich freue mich bereits jetzt schon auf Saxons Stippvisite im Februar - ist ja nicht mehr lange hin...

evlaS

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