Samstag, 28. März 2009

Sacred Steel Live in Pforzheim


Salve

Und hier ist er nun: der allererste "richtige" Eintrag - und was für einer! Schließlich geht es im Folgenden zu einem nicht unwesentlichen Teil um Sacred Steel!
Aber eines nach dem anderen: Die Anreise war dank angenehmer Reisebegleitung in Form von Steffi, Basti und Matze außerordentlich entspannt; ganz im Gegensatz zur Parkplatzsuche an einem Ort, den es laut dem entscheidungsfreudigen Navigationssystem an den diversesten Stellen in Pforzheim gab. Was für ein Glück, dass gesunder Menschenverstand unterstützend zur technischen Hirnprothese zum Einsatz kam und wir das Haus der Jugend doch noch ausfindig machen konnten.
Im Gebäude haben "Feel The Campfire" bereits fröhlich losgelegt und boten etwas, was man wirklich mal als neu bezeichnen kann. Keine Einflechtung irgendwelcher Instrumente oder Stilrichtungen, die im Metal nichts zu suchen haben, sondern etwas, das ich so in der Form nicht kannte: Coverversionen grandioser Metalhymnen nur mit Akustikgitarre und Heavy-Gesang! "Iron Man", "In League With Satan" oder "In Union We Stand" kamen nicht etwa als labberige Version zum Vorschein, sondern wussten durchaus zu begeistern. Einerseits war das ganze zwar Unplugged, aber dann doch wieder nicht. Zwar noch soft genug, um die Bon Jovi-liebende Mutti auf dem Straßenfest von der Bierbank zu heben, aber auch hart genug um auch dem Kuttenträger ein wohlwollendes Lächeln abzuringen! Alles in allem: Daumen nach oben!
Als nächstes kamen dann Black Abyss auf die Bühne. War nicht schlecht und hatte durchaus seine Momente, aber jetzt - 2 Tage nach dem Konzert - kann ich eigentlich nichts herausragendes mehr sagen, an das ich mich erinnere. Schön, dass man es gesehen hat und ich würde es auch nochmals tun, verpasse aber gewiss auch nichts, wenn es mein letztes Konzert von Black Abyss gewesen sein sollte.
Als nächstes kamen dann Wizard und hatten auch eine ganze Menge Fans mitgebracht - ich kann mich auch nach dem Konzert leider nicht zu diesen zählen. Meine Befürchtungen, dass man es hier mit Hammerfall II. zu tun hat haben sich bestätigt. Ich habe nichts gegen Hammerfall und Bands dieser Art haben auch wirklich ihre Daseinsberechtigung, aber mir fehlt dabei einfach der Wumms. Früher mochte ich das ganz gerne und habe auch sehr viel Hammerfall gehört, aber wie es im Leben nun einmal so ist: man verändert sich. Auf die guten alten Tage lege ich mir hin und wieder mal die "Glory To The Brave" ein, aber täglich muss das nicht sein. Zurück zu Wizard: Die Jungs haben ihre Sache handwerklich auf alle Fälle gut gemacht und wussten den allergrößten Teil des Publikums auch auf ihrer Seite.


Kaum ging das Konzert zu Ende nahm ich Stellung in der ersten Reihe um mir den Platz zu sichern für das Highlight überhaupt: Sacred bloody Steel! Über zwei Jahre ist es nun her, dass ich sie zuletzt gesehen habe und jeder Tag des Wartens hat sich gelohnt. Die Band kann - wie mir scheint - einfach nichts schlechtes machen und so hat auch an diesem Abend wieder alles gestimmt: Die Bühne war groß und wurde - wie auch schon bei den beiden vorhergehenden Bands - voll genutzt und sorgte für eine zur Schau gestellte Spielfreude ohne Gleichen.


Der Sound war...naja...vor allem eines: laut! Aber dafür ist man ja auf ein Metalkonzert gegangen, näh? Die Setlist hat bis auf zwei Lücken auch gestimmt. Aber "Tonight The Witches Ride" und über allem das Omen-Cover "Battle Cry" wurden sträflichst vermisst - wozu üben Matze und ich das nun schon seit Wochen und Monaten einzusingen, wenn wir es dann wenn es drum geht nicht lauthals zum Besten geben dürfen? Aber wie Jonas nach dem Konzert so richtig gesagt hat: Man muss sich selbst als Band immer noch ein wenig Luft nach oben lassen, damit es nicht langweilig wird. Dass diese Luft nach oben verdammt dünn ist zeigte sich bei zwei Songs vom neuen Album - ich möchte mich jetzt schon ganz weit aus dem Fenster lehnen und sagen, dass uns wieder großartiges aus dem Hause Sacred Steel bevor steht. Insbesondere "Charge Into Overkill" hat vom ersten Moment an geknallt.


Ein wenig enttäuscht war ich schlussendlich nur vom Publikum. Es schien so, als wären wohl weniger Sacred Warriors Of Steel als üblich vor Ort. Es gehört doch wohl schließlich zum guten Ton spätestens bei "Wargods Of Metal" die Bühne zu stürmen!


Résumé des Abends: Sacred Steel sind für mich - und gewiss viele andere auch - weiterhin eine der Livebands schlechthin!

Und abschließend noch ein Hinweis für alle Heavy Metal Hunter: Neben den bereits seit geraumer Zeit im Sacred Steel-Onlineshop erhältlichen beiden neuen Patches gibt es nun auch einen Backpatch. Dieser hat aber leider nicht ganz die bombastische Qualität, die man vom alten Fanclub-Patch bzw. dem aus der limitierten Box zu "Hammer Of Destruction" stammenden Patch kennt. Wie für einen Backpatch üblich ist er natürlich gedruckt, aber eigenartig gummiert. Aber keine Sorge: Um Welten besser als die Rotzdinger vom Mad Patcher ist er allemal und so war es für mich auch kein Hindernis nicht doch zuzuschlagen - momentan ist das Ding nämlich noch nicht über den Onlineshop erhältlich.

evlaS

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen