Samstag, 14. November 2009

Review: Sacred Steel - Carnage Victory

Salve 

Sacred Steel haben es mir mit ihrem neuen Album alles andere als leicht gemacht: Angekündigt war es bereits vor einer gefühlten Ewigkeit und dann gab es die limitierte Box nicht einmal an der Releaseshow zu Carnage Victory zu kaufen. Doch all diese Umstände sind vergessen, denn mitterweile durfte ich die Box in Empfang nehmen. Um einen Eindruck von dieser zu bekommen habe ich mir die erlaubt ein Video aufzunehmen, wie ich sie auspacke und Folge damit dem Trend des Unboxings:



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Wie im Video angekündigt möchte ich nun also auf den eigentlichen Inhalt eingehen: Die Musik!

Als erstes möchte ich anmerken, dass die Scheibe bei den ersten Durchläufen einen zwiespältigen Eindruck hinterlassen hat: Bei einem Durchlauf fand ich nahezu alle Stücke absolut stark und schon beim nächsten Hördurchlauf gab es immer wieder Stellen, die mir so gar nicht gefallen haben.

Aber Sacred Steel sind es wert, dass man auf die einzelnen Stücke eingeht, was ich nun auch tun werde: Eingeleitet wird Carnage Victory von der Highspeednummer "Charge Into Overkill", die für mich die logische Fortsetzung von Maniacs of Speed vom letzten Album ist. Ein absoluter Hochkaräter mit extrem hohen Schreien von Gerrit, so wie man es als Sacred Steel-Anhänger nun einmal auch haben möchte!
Es folgt "Don't Break The Oath" und die Vermutung, dass man beim Schreiben dieses Titels an Mercyful Fate gedacht hat wird im Booklet auch bestätigt. Seine Höhepunkte erreicht das Stück insbesondere dadurch, dass Gerrit sich mit sich selbst ein Duell liefert. Eine Stelle extrem hoch und im nächsten Moment schon wieder sehr gesittet. Mein Kumpel Matze sagte einmal über die ersten beiden Alben von Sacred Steel, dass diese ihm besonders auf Grund dessen gefallen, dass Gerrits Stimme in jedem Augenblick eine gewisse Schizophrenie ausdrückt, was bei späteren Veröffentlichungen etwas verloren gegangen ist. Bei"Don't Break The Oath" ist diese Schizophrenie auf alle Fälle wieder eingekehrt.
Als nächstes folgt der Titelsong "Carnage Victory" mit einem messerscharfen Riff und mit diesem Prädikat tritt er für mich persönlich in die Fußstapfen von "By Steel We Rule" von der Wargods Of Metal. Was für das Riff gilt kann ich vom Gesang leider nicht sagen, da dieser dem Lied ein ganzes Stück seiner Kraft und seines Drucks raubt - ich bin der Meinung, dass man hier durchaus etwas mehr hätte rausholen können.
Mit "Broken Rites" folgt das Stück, das mit schon bei der Releaseshow nicht sonderlich gefallen hat und leider ist es noch immer der Fall. Ich habe dem Song viele Chancen gegeben, aber es will mir einfach nicht gefallen. 
Also schnell weiter mit "Crosses Stained With Blood", das dann schon wieder wesentlich besser zu gefallen weiß. Der Anfang baut unglaublich viel Spannung auf und diese hält sich auch die gesamte Spieldauer auf. Wieder muss ich etwas zur Stimme sagen: Wie sehr häufig auf diesem Album, sind die Gesangslinien ein ganzes Stück anders als man es früher so von der Band kannte und bei diesem Titel ist dies nun ganz besonders gut gelungen - ein Griff zum Lautstärkeregler mit einem Schwung des Rädchens nach rechts ist vorprogrammiert.
"Ceremonial Magician Of The Left Hand Path" ist dann der wie immer typische Doom/Epic-Song, der zu jedem Sacred Steel-Album gehört und seinen Vorgängern in nichts nachsteht. Ein absoluter Diamant von einem Song, der mit jedem Durchlauf immer weiter wächst und wächst.
"The Skeleton Key" wartet mal wieder mit einem Refrain auf, der einen direkt bei den Eiern packt und durchschüttelt - mehr bleibt mir nicht zu sagen.
"Shadows Of Reprisal" fungiert als Intro und zeigt, was Gitarrist Jonas so alles auf einer Akustikgitarre anstellen kann. Auch wenn einem, wie mir, das technische Hintergrund wissen fehlt um einschätzen zu können, wie viel Können dahintersteckt ist es dennoch offensichtlich, dass es auf alle Fälle eine ganze Menge sein muss. Ich fühle mich im übrigen sehr stark erinnert an die ruhigen Sequenzen von Nile - alles andere, als eine schlechte Referenz.
Es folgt ein direkter Übergang zu "Denial Of Judas (Heaven Betrayed", das einen ganz besonderen Höhepunkt an der Stelle erreicht, wenn bei allen Instrumenten Ruhe einkehrt und man nur noch den Gesang hört - absolut grandios und ein Stück, das in der Zukunft gerne einen Stammplatz auf der Setlist bekommen kann.
Mit "Metal Underground" geht es, zumindest was den Text angeht, wieder ein Stück weit zurück zu den Wurzeln. Das Stück ist eine Liebeserklärung an den Metal und seine Szene und man bekommt als Gastsänger Roberto Dimitri Liapakis von Mystic Prophecy zu hören, bei denen Matze auch schon mal die Trommelstöcke schwingen durfte. Fand ich das Stück zu anfangs noch recht gut, ist es leider ein Lied, das recht schnell ausgelutscht wirkt und für mich gerade den umgekehrten Weg aller anderen Stücke des Albums geht. Wo alle anderen immer mächtiger werden und von Hördurchlauf zu Hördurchlauf an Stärke gewinnen wird dieses leider schwächer.
Macht aber nix, denn als nächstes gibt es ein Stück auf die Ohren, das wieder ein absolutes Highlight bildet: "By Vengeance And Hatred We Ride". Das einzige, bei dem man weder in die Death Metal-Kiste gegriffen hat und diese Nuancen im genau richtigen Maße einsetzt und einen Refrain auspackt, den man so schnell nicht mehr los wird - ein perfekter Rausschmeißer!

Der aufmerksame Leser wird bemerkt haben, dass ich bei vielen Stücken auf den Gesang eingegangen bin und dies hat auch seine Gründe: ich habe es bereits weiter oben am Rande bemerkt und möchte nochmal festhalten, dass dieser eine noch größere Rolle einnimmt als früher schon. Früher stand der Gesang vor allem deshalb im Fokus, da sich die Geister an ihm schieden und kaum neutrale Meinungen gegenüber Gerrits Organ möglich waren. Heute hat er ein wenig seines extremen Stils abgelegt und er bellt die Texte weniger runter und seiner Stimme kommt dafür innerhalb der Songs eine wesentlich tragendere Rolle zu. Das raubt den Lieder zwar stellenweise ein wenig ihrer Aggressivität, aber dafür werden Stücke geschaffen, die sich wesentlich stärker im Ohr festsetzen und ein wesentlich größeres Potential haben immer mächtiger zu werden.
Aber auch dem Rest der Band ist ein Los auszusprechen. Vor allem bei "Shadows Of Reprisal" zeigt Jonas sein ganzes Können an der Gitarre, Matze festigt meine These, dass er einer der besten Schlagzeuger Deutschlands ist und Jens, aus dessen Feder der größte Teil stammt, stellt unter Beweis, zu welchen Werken er zu schreiben fähig ist.

Am Ende bleibt eine mächtige Scheibe, der man mehr als nur ein paar Durchläufe gönnen sollte, um sie in ihrer vollen Brillianz einschätzen zu können, woran auch ein bis zwei eher schwächere Stücke nichts ändern. Sacred Steel machen einige Schritte nach vorne, lassen auf diesem Wege aber leider auch einige liebgewonnene Gewohnheiten auf der Strecke. Als erstes sticht hierbei wohl das Cover ins Auge:

Das Bild ist ohne jede Frage wahnsinnig gut geworden und außerordentlich detailreich, aber das Motiv stellt doch einen krassen Stilbruch dar, wenn man sich mal alle vorangegangenen Scheiben anschaut.
Die Abkehr von der bislang so tonangebenden Bedienung sämtlicher Klischees zieht sich auch durch die Texte, die nun teilweise auch kritische gesellschaftliche Themen behandeln, ohne dies zwischen den Zeilen zu verstecken. Ich muss dies leider mit großem Bedauern feststellen - ich schreie bei einem Konzert lieber den Metal glorifizierende Texte rum und höre mit dem allergrößten Vergnügen blutige Schlachtgesänge. Aber man kann nicht alles haben und zumindest habe ich eine saustarke Metalscheibe, die darüber hinaus sogar noch - egal ob mit oder ohne Box mit einer Bonus-DVD daherkommt. Sie ist ein nettes Gimmick, aber absolut kein Vergleich zur Live Blessings-DVD, denn die Aufnahmen vom Queens Of Metal-Festival wurden leider vor einem Publikum gemacht, das seine Begeisterung größtenteils sehr gut zu verbergen wusste. Die wirklich zahlreichen Verspieler der Band finde ich hingegen außerordentlich sympathisch. Man kann sich die DVD also gerne mal einlegen, für das ultimative Live-Erlebnis lege ich jedoch jedem die Live Blessings-DVD ans Herz; dies nicht etwa aus dem Grunde, dass ich beim Mitschnitt vor Ort war, sondern viel mehr weil diese Scheibe für mich die ultimative Metal-DVD darstellt.

evlaS

Freitag, 23. Oktober 2009

Over The Rainbow Live in Durlach

Salve 

Die Freude auf dieses Konzert wurde ein wenig gebremst im Zuge, dass sämtliche Euphorie für den Tag zuvor bei Sacred Steel aufgebraucht wurde. Aber dennoch erwartete ich mir eine Menge und wurde am Ende bitter enttäuscht. Doch eines nach dem anderen:

Die Anreise wurde wie so oft bei Konzerten der letzten Zeit zusammen mit Diana bestritten - an dieser Stelle für diese häufigen Fahrdienste nun einmal ein dickes "Dankeschön!".

Kaum hatten wir die Festhalle zu Durlach betreten fühlten wir uns in einer anderen Welt. Dass wir nicht unbedingt den Altersschnitt repräsentieren durften war uns von vornherein klar, aber das, was es hier zu sehen gab wirkte wahrlich erschreckend: Eine solche Ansammlung von Menschen gibt es wohl sonst nirgends zu sehen: Weekend Warrior, denen ihrer Frauen extra für diesen Abend die "wilde Jeans" rausgelegt haben, der Friseurbesuch wurde extra in die darauf folgende Woche verlegt zur Unterstreichung der eigenen Wildheit, so die spärliche Frisur denn überhaupt noch eines Schnittes bedarf und schon ging die Sause los. Alte Männer, die sich lautstark begrüßen, so dass ein jeder im Umkreis von 20 Meter mitbekommt, dass man sich kennt und betretenes Schweigen auf diese Begrüßung hin, weil man sich einfach nichts zusagen hat. Man kennt sich ja schließlich nur von den 2 Konzerten im Jahr, bei denen Mutti die Erlaubnis erteilt, mal wieder richtig auf Achse zu gehen; "aber um spätestens Mitternacht bist du wieder zu Hause" - ich höre diese Worte richtig!

Ja, an diesem Abend hat man noch sehr viel mehr als Musik für seine Eintrittskarte geboten bekommen. Am Ende des Abends musste ich sogar feststellen, dass diese kleine, unfreiwillige Freakshow sogar den Höhepunkt des Abends darstellen sollte.

Der musikalische Reigen wurde eröffnet von einer Gruppe namens Dog Track. Deren Southern Rock wusste während des ersten Stücks  durchaus noch zu gefallen, bot aber absolut keinerlei Abwechslung und wurde somit zunehmens langweiliger. Und so freute ich mich jedes Mal aufs Neue, wenn ein Stück sich dem Ende zuneigte und der Sänger seine peinlichen Ansagen im Volk verbreitete. Selten war der Begriff "fremdschämen" mehr angebracht als in diesen Situationen, wenn er voller Anlauf einen Witz startete, der nicht mal das kleinste Gelächter erzeugte und er folglich - leider nicht mal sonderlich - peinlich berührt weitermachte. Welch absolutes Elend! Einzig positiv hervorheben möchte ich den Gitarristen, der durchaus was auf dem Kasten hatte, aber mit seiner optischen Erscheinung - eine Mischung aus Peter Lustig und Reinhard May - in etwa so viel Rock'n'Roll ausgedrückt hat wie 'ne Packung Seitenbacher Müsli.

Während wir uns diese Band zumindest noch angeschaut haben, war uns dies bei der folgenden ELA nicht mehr möglich: Trällerelsenalarm! Ich dachte, diese ganzen Bands, die nach dem Erfolg von Nightwish aus dem Boden geschossen sind, haben sich inzwischen schon wieder selbst dezimiert, aber weit gefehlt. Diana und ich brauchten uns nach den ersten Klängen nur kurz anschauen und uns war sofort klar, was der andere dachte und der natürliche, menschliche Fluchtreflex kam zum Tragen. In der Vorhalle haben wir uns dann vornehmlich damit die Zeit vertrieben, Menschen zu begaffen und damit hatten wir an diesem Abend echt eine ganze Menge zu tun - traurig, aber wahr!

Als ELA dann endlich fertig war, warteten wir begierig auf Over The Rainbow und das, was man uns servieren würde. Die Umbaupause dauerte wirklich sehr lange und bevor ich nun einige Worte zum Gig verlauten lasse, möchte ich den Grund vorschieben, weshalb ich dieses Konzert sehen wollte: 

Ich, wie so viele andere auch, liebe Rainbow. Diese Band hat Songs geschrieben, die Hymnen für die Ewigkeit sind und Gänsehautmomente sondergleichen erzeugen. Im Gegensatz zu den meisten Metalheads finde ich nicht nur die Phase mit Ronnie James Dio gut. Ohne Zweifel war diese Zeit die beste, jedoch hat sich Richie Blackmore im Folgenden mit Graham Bonnet und dem an diesem Abend zu sehenden Joe Lynn Turner weitere fantastische Sänger in die Band geholt und auch mit einer damit kommenden popigeren Orientierung hat Rainbow noch immer tolle Musik fabriziert. Und da es niemals wieder die Chance geben wird, Rainbow in einem originalen Line-Up zu sehen, wollte ich die Chance nutzen, zumindest etwas live zu bestaunen, was dem am nächsten kommt.

Leider war der Auftritt trotz unglaublich erfahrener Ausnahmemusiker nicht unbedingt, das, was man erwartet hätte. Jürgen Blackmore, einziges nicht-originales Mitglied und gleichzeitig Sohn des Gründers der Band, Richie Blackmore, hat in etwa die Ausstrahlung einer Mettwurst. Er hätte genauso gut hinter der Bühne spielen können - es hätte bei der Performance keinen Unterschied gemacht! Der Sound war durchgehend miserabel und wurde fast durchgängig von einem Fiepen begleitet und zu allem Überfluss stieg ganz am Ende noch die Bassgitarre aus, die erst nach Minuten des Wartens repariert wurde. Von einem professionellen Musiker mit der Erfahrung eines Joe Lynn Turners hätte man wohl erwarten können, dass er das Publikum ein wenig unterhält. Aber da war sich der feine Herr wohl zu cool dafür. Was seine Coolness angeht sollte ihm vielleicht auch mal jemand sagen, dass man sich ab einem gewissen Alter nicht mehr unbedingt in hautenge Kleidung wirft, zumal dann nicht, wenn man eine Wampe hat und folglich wie eine Mettwurst aussieht. Aber vielleicht wollte er einfach nur so aussehen, wie Jürgen Blackmore wirkt...

Gesanglich gab es an Herrn Turner nichts zu meckern - eine begnadete Stimme bleibt eine begnadete Stimme, die sich auch in hohen Gefilden absolut sicher fühlte. Doof nur, dass bei den Rainbow-Songs gar keine Stellen vorgesehen sind, in denen über die Maßen hoch gesungen wird. Wenn man dann als Sänger beweisen will, dass man es doch kann, schreit man einfach zwischendurch mal - passt zwar nicht, aber man fühlt sich toll dabei.

An der Spielzeit gab es grundsätzlich nichts zu meckern, wenn man auch durchaus den ein oder anderen Song von den ersten drei Alben mehr hätte spielen können, denn nach meiner Meinung spielt man entweder gar keinen Song aus der Dio-Ära oder aber alle Hits. Nur eine handvoll davon  anzuspielen lässt mich als Zuschauer doch etwas verdutzt die Halle verlassen.

Als Résumé des Abends bleibt die Erkenntnis, dass man sich nicht von großen Namen täuschen lassen sollte. Ich bin wirklich ein Freund von Coverbands und habe schon einige, teilweise extrem überzeugende gesehen und werde meine Lehren daraus ziehen, dass ich Coverbands nur noch dann anschauen, wenn sie sich als Liveband einen Namen erspielt haben und nicht etwa mit großen einzelnen Namen der Bandmitglieder kokettieren. Das ist auch der Grund, weshalb ich es nicht bereue, dort gewesen zu sein. Wäre ich nicht dort gewesen hätte ich mich ewig geärgert, diese Chanc verpasst zu haben und der Abend war außerordentlich lehrreich für mich.

evlaS

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Carnage Rockfabrik

Salve 


Was hatte ich mich auf diesen Abend gefreut. Bereits auf dem Konzert im März waren neue Stücke aus dem neuen Sacred Steel-Album zu hören und es war klar, dass man sich im Lager der Band wieder der Tradition verpflichtet fühlen würde, dementsprechend eine Releaseparty mit Konzert zu schmeissen. Doch Monate zogen ins Land und es waren nur häppchenweise Neuigkeiten zu hören. Doch vor ein paar Wochen war es dann soweit und das Konzert wurde für den 22. Oktober angekündigt. Doch nicht genug der Tatsache, dass es wieder eine Releaseshow geben würde, so gab es noch ein paar Rahmenbedingungen, die die Vorfreude noch mehr ansteigen ließen: Die Tatsache, dass das Konzert an einem Donnerstag und somit unter der Woche steigen würde wurde mehr als ausreichend damit ausgeglichen, dass das ganze zu freiem Eintritt abgehalten wurde. Ebenso überrascht und erfreut zeigte ich mich über die Tatsache, dass neben den mächtigen Sacred Steel auch Dawn Of Winter und somit Sänger Gerrit in doppelter Funktion zu sehen sein würde.

Irgendwann war es dann endlich soweit und der lang erwartete und heiß herbeigesehnte Donnerstag kam. Die Woche vor dem Abend habe ich meiner Vorfreude auf diesen Abend mit tagtäglichen Twittereien Ausdruck verliehen und bin damit dem ein oder anderen vielleicht auf den Sack gegangen, wofür es an dieser Stelle selbstverständlich keinerlei Entschuldigung geben wird. 

Zurück zum Tag der Entscheidung: Los ging die Reise von Stuttgart aus, wo ich wenige Tage zuvor noch eines der seltenen Dawn Of Winter-Konzerte sehen durfte. Am Hauptbahnhof war eigentlich das Treffen mit Steffen geplant, aber auf Grund gewisser Schwierigkeiten in der Kommunikation wurde dieses an die Haltestelle Nordbahnhof verlegt. In Ludwigsburg angekommen wurden wir dann von Diana aufgegriffen, um uns auf den Weg zum örtlichen Kaufland zu machen. Hier wurden die Einkäufe für das Abendessen in Form von fester und nicht zuletzt auch flüssiger Nahrung besorgt und auch Wargod Matze stieß hinzu, der extra für diesen Abend den Weg aus Kassel angetreten ist - dafür nochmals einen dicken Respekt!

Kaum betraten wir die Rockfabrik wurden wir bereits mit den Klängen aus dem neuen Sacred Steel-Album begrüßt. Ich habe versucht möglichst nicht zu lauschen, da ich dies zu Hause und in Ruhe tun will, sobald ich die CD in Händen halte. Leider war dies an diesem Abend noch nicht möglich, da die limitierte Box zu Carnage Victory erst mit einer Woche Verspätung ausgeliefert werden kann. Damit blieb es beim Kauf am Merchandise-Stand dabei, dass wir uns ein spezielles Shirt zu diesem Event besorgt haben - nicht unbeachtet bleiben sollte der Hinweis, dass der Preis mit 10 Euro für ein Shirt mit Front- und Backprint mal wieder mehr als fanfreundlich ausgefallen ist und es obendrauf zu jedem Kauf ein kostenloses Dogtag gab, wie es auch der Box beiliegen wird. Ebenso lobenswert finde ich die Tatsache, dass man auch Shirts in Größe S angeboten hat - eine leider viel zu seltene Tatsache, an der sich viele andere mal Beispiel nehmen sollten!

Nun aber zum musikalischen Teil des Abends, der von Dawn Of Winter eingeläutet wurde. Deren Setlist unterschied sich, wie angekündigt, in keinem Punkt von der drei Tage zuvor in Stuttgart. Wenn dies der Qualität auch keinen Abbruch tat, so war der Gig im Kap Tormentoso doch der überzeugendere für mich. Die wesentlich kleinere Atmosphäre dort steht der so unglaublich intensiven Musik von Dawn Of Winter einfach viel besser zu Gesicht. Aber keinesfalls möchte ich den RoFa-Auftritt schlecht reden. Es war ebenfalls ein grandioses Konzert einer mächtigen Band, die überraschenderweise eine ganze Reihe von Bangern vor der Bühne versammeln konnten.

Nach der Ankündigung, Watch Me Bleed würden kurzfristig an diesem Konzertabend teilnehmen habe ich mir deren Material auf der mySpace-Seite angehört und konnte innerhalb kürzester Zeit sagen, wo ich zum Zeitpunkt sein würde, an dem die auf der Bühne stehen: draußen! Und so war es dann auch. Was diese Band an diesem Abend auf den Brettern zu suchen hatte, habe sicherlich nicht nur ich mich gefragt. Zumal Sacred Steel vor ein paar Jahren mal ein Shirt rausgebracht haben mit dem Aufdruck "Metalheads against Metalcore". Sollte jemand ein solches Shirt noch übrig haben, kann er sich gerne an mich wenden, denn ich habe das damals verpasst, es mir zu besorgen, obwohl es mir diese drei Worte aus der Seele sprechen.

Irgendwann musste dann auch mal Schluss sein und man konnte sich wieder in die Räumlichkeiten wagen. Ich selbst habe keine Sekunde verstreichen lassen und gleich an der Position Aufstellung genommen, von der ich das Konzert aus genießen wollte: Erste Reihe Mitte! Hier wartete ich dann auf das Inferno, das auf das Publikum losgelassen wurde. Meine Liebe zu Sacred Steel ist eine, die schwer fällt, in Worte gefasst zu werden und gleiches gilt für diesen Auftritt: Sämtliche Superlative würden nicht dem gerecht, was ich erleben durfte. Schon der gleich zu Anfang angespielte Anfang von "Heavy Metal To The End" erzeugte ein Gefühl, wie man es wohl niemals nachvollziehen kann, wenn man nicht für diese Musik lebt. Es ist eine Floskel, die mit Sicherheit überstrapaziert ist, aber in Momenten wie diesen weiß ich, dass ich einfach 100% dahinter stehen kann: ICH LIEBE HEAVY METAL! Und Sacred Steel spielen nicht einfach nur Heavy Metal, wie alle anderen Bands: Diese Band ist die Fleischwerdung von Heavy Metal. Beim nächsten Mal, wenn mich ein Nicht-Metalhead fragen wird, was Metal ist und was es mir bedeutet werde ich ihm als Antwort die Wargods Of Metal vorspielen - sollten dann noch Fragen bestehen wird diese Person all das niemals verstehen.

Aber ich schweife ab; zurück zum Konzert: Der richtige Einstieg wurde dann mit "Carnage Rules The Fields Of Death" begonnen - kann es etwas besseres geben? Mich hatte die Band spätestens an diesem Punkt auf ihrer Seite und ein Zauber überkam mich, der mich den Rest des Konzerts wie in Trance erleben ließ. Was folgte waren weitere ältere Songs und mit "Charge Into Overkill" das erste neue Stück, das allerdings nicht zum ersten Mal live gespielt wurde und dementsprechend zumindest einem kleinen Kreis bekannt war. Ebenfalls neu war das folgende "Carnage Victory", eine Nummer eher im Mid-Tempo angesiedelt, die zu einem nicht unwesentlichen Teil von Gerrits Stimme getragen wurde. Stimmlich in ganz andere Regionen ging es mit der Death Metal-Nummer "Slaughter Prophecy". Ich bin kein großer Death Metal-Fan und habe nahezu alle Sympathien für diesen Musikstil in den letzten Jahren abgelegt, aber in der von Sacred Steel dargebotenen Form lasse ich mir das gerne servieren. Das ebenfalls neue "Broken Rites" wurde mit einer Wutrede an die katholische Kirche eingeleitet und hat Interesse geweckt, den Text des Songs zu lesen. Leider muss ich zugeben, dass das Lied an sich mich nicht sonderlich überzeugt hat - natürlich war dies erst der erste Durchlauf, aber an irgendeiner Stelle hat es dem Song an Wumms gefehlt - mal schauen, ob sich dieses Gefühl auf dem Album dann bestätigt oder einstellt. Der fehlende Wums wurde danach aber mit "Open Wide The Gate" in aller Ausführlichkeit nachgereicht, um direkt danach mit Black Church ordentlich aufs Bremspedal zu treten. Mit diesem Song wurde ein spezieller Wunsch von mir wahr, denn diese unglaublich intensive Kreation wollte ich unbedingt einmal live erleben und die Erwartungen an dieses Stück wurden auch in vollem Maße erfüllt - Gänsehaut gepaar mit purer Energie! Da das vielleicht nicht jeder so sah wurde danach mit "Dark Forces" wieder eine Vollgasnummer zum Besten gegeben, worauf in Form von "Metal Reigns Supreme" wieder etwas ganz altes ausgepackt wurde. Als Kontrast hierzu folgte ein weiteres Stück vom neuen Album: "Denial Of Judas", das einen besonderen Höhepunkt in dem Moment erlebt, in dem alle Instrumente aussetzen und man nur noch Gerrits Stimme zu hören bekommt, der allen Rufen von Neidern zum Trotze tatsächlich ein verdammt gutes Organ besitzt; über die Einzigartigkeit muss sich sicherlich nicht gestritten werden. Mit "Sacred Bloody Steel" ließ man noch eine Hymne auf die Masse los, um schlussendlich doch noch das zu anfangs angespielte "Heavy Metal To The End" zum Besten zu geben.

Der Zugabenteil bestand aus der Highspeed-Nummer "Maniacs Of Speed", dem schleppend-schweren "Blood On My Steel" und schlussendlich natürlich dem obligatorischen "Wargods Of Metal", bei dem es endlich wieder gelang ein paar Leute auf die Bühne zu bewegen, was beim letzten Konzert in Pforzheim noch scheiterte, wo ich mich im Zugabenteil irgendwann alleine auf der Bühne wiederfand und sich nicht mal das nötige Publikum fand, damit ich elegant Stagediven konnte. Doch in Ludwigsburg war alles anders: Hier waren die nötigen Maniacs, die sich verausgabten. Doch nicht nur die haben sich verausgabt. Gerrit hat die letzten Songs in Mitten des Publikums eingesunden und sah sich für den anfänglichen Schrei in "Wargods Of Metal" nicht fähig, wofür dann kurzfristig Martin von Warcry beschäftigt wurde.

Damit war dieses Konzert dann leider auch schon wieder vorbei. Als Erinnerung bleibt mir noch einer von Matzes Drumsticks, um den es mit Thom noch eine Schlacht auf Leben und Tod gab, in der am Ende aber doch ich die Oberhand gewinnen konnte.

Und weiterhin bleibt natürlich die Freude auf und über ein neues Album der mächtigen Sacred Steel in der Hoffnung auf möglichst zeitnahe, neue Konzerte. Und um die Zeit zu überbrücken hier noch eine kleine Studioreportage von den Aufnahmen zu Carnage Victory:

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Die Rockfabrik leerte sich, wie kaum anders zu erwarten, recht schnell - viele mussten am folgenden Freitag wieder bei der Arbeit auf der Matte stehen.

evlaS

Montag, 19. Oktober 2009

Dawn Of Winter und Spiritus Mortis Live in Stuttgart

Salve

Nachdem das Hammer Of Doom II vergangenen Samstag ohne mich über die Bühne ging, ergriff ich doch noch die, vorerst nicht einmal letzte, aber dennoch seltene Chance, Dawn Of Winter auf der Bühne zu sehen. Da ich sie in Würzburg nicht gesehen habe, kann ich natürlich keine Vergleiche anstellen, aber ich möchte mich dennoch zu der These hinreissen lassen, dass es hier wohl wesentlich intensiver war als in einer wesentlich größeren Halle.

Ich kam passend zum Beginn des ersten Songs in das kleine Kap Tormentoso, das wie geschaffen war für ein Event dieser Art. Es war klein und beschaulich und hatte genau die richtige Größe, dass es vor der Bühne nicht zu eng war, aber andererseits auch keine riesigen Lücken klafften - einfach eine sehr intime Location, die mich gewiss nicht zum letzten Mal gesehen hat!
Man beachte auch das wunderschöne Plakat, mit dem der Abend beworben wurde - schlicht, aber eine Augenweide in Reinnatur:


Dawn Of Winter spielten eine ganze Reihe Lieder von ihrem letzten Album "The Peaceful Dead", die alle wohlwollend aufgenommen wurden. Teilweise wurde auch mal ein wenig aufs Gas gedrückt, aber der Doom regierte durchgängig. Lange hat es bei mir gedauert, aber ich schätze, so langsam werde auch ich zum Doomkopf!

Die Vermutung liegt nahe, dass die gleiche Setlist wie beim Hammer Of Doom II runtergespielt wurde, da laut Sänger Gerrit beim nächsten Konzert in Ermangelung ausreichender Zeit zum Proben ebenfalls die gleichen Songs auf die Meute losgelassen werden. Somit wurde meine Hoffnung auf The Witchfinder mit einem alles zerberstenden Bass live leider zerstört - außerordentlich schade! Aber auch ohne dieses Stück war das gebotene eine Freude für die Ohren und jede schwere Seele, ganz passend zur Jahreszeit.

Nach kurzer Zeit war es dann soweit, dass Spiritus Mortis auf die kleine Bühne traten; zumindest taten sie dies zum Teil. Der Sänger, vielen wie etwa bislang mir vor allem bekannt durch seine Tätigkeiten bei den mächtigen Reverend Bizarre, hatte es bevorzugt seine Show abzuziehen vor der Bühne inmitten des Publikums. Das, was er dabei so anstellte lässt sich nur schwer beschreiben. Er war total in seiner eigenen Welt und ging total in dem auf, was er da gemacht hat. Er streckt sich gen Decke, kroch auf dem Boden rum, krümmte und wälzte sich, betete die Diskokugel an, jammerte, flehte und sang einfach nur mächtig. Eine absolut beeindruckende Band, die in jeder Sekunde eine unglaubliche Intensität an den Tag legte, die durch die kleine Locaton nur noch gesteigert wurde.

Insgesamt ein toller Abend, mit vielen netten Leuten, die nahe ausschließlich positive Reaktionen auf meine KISS-Kutte zeigten, was ich an einem reinen Doom-Abend wie dem gestrigen für alles andere als eine Selbstverständlichkeit halte.

Zum Schluss bleibt für mich die Frage, warum es Veranstaltungen dieser Art nicht öfter gibt: Ein oder zwei vergleichsweise kleine Bands, denen man anmerkt, dass sie einfach nur spielen wollen auf eine kleine Bühne stellen, keinen Eintritt verlangen und schon hat man ein Lockmittel, das sogar unter der Woche gut funktioniert, wie man am gestrigen Montag überdeutlich merken konnte. Aus diesem Grund ein dickes Lob an das Kap Tormentoso in der Hoffnung, dass dies nicht die letzte Veranstaltung dieser Art war.

evlaS

Montag, 12. Oktober 2009

Einige Worte zum Tode von Dickie Peterson

Salve 

Es ist Montagabend und eigentlich wollte ich ein kleines Konzertreview über das Iron Fist Festival Pt. III vom Samstag verlieren, aber mir ist es aus aktuellem Anlass wichtiger ein paar Zeilen zu Dickie Peterson niederzuschreiben.

Heute, kurz vor Feierabend erreichte mich die Nachricht, dass Dickie Peterson heute Morgen gestorben ist. Nicht jedem wird dieser Name jetzt etwas sagen, aber wenn ich gleichzeitig den Namen seiner Band in den Raum werfe wird dem ein oder anderen gewiss ein Lichtlein aufgehen. Es handelte sich bei Dickie Peterson nämlich um niemand geringeren als den Sänger von Blue Cheer, die sich nicht nur maßgeblich für die mein Leben prägende Musik verantwortlich zeigten, sondern diese quasi sogar erfanden. Noch lange vor meiner Zeit und auch ein Jahr vor den ersten musikalischen Schritten von Black Sabbath haben sie mit Vincebus Eruptum quasi den Prototypen eines Musikstils erfunden, den man heute gemeinhin unter dem Banner "Heavy Metal" kennt. Was aus heutiger Sicht am ehesten als Stoner Rock durchgeht war damals das lauteste, was auf die Menschheit losgelassen wurde: 


Der Einfluss, den diese Band auf eine ganze Szene hatte ist kaum in Worte zu fassen und Reverend Bizarre gingen sogar soweit, einer Compilation ein Cover zu verpassen das einen Tribut an diese womöglich erste Heavy Metal-Scheibe überhaupt zollt:


Ich selbst hatte meinen ersten Kontakt zur Band vor vielen Jahren im Rahmen einer langen Beat-Club-Nacht im SWR. Bis morgens um 4 oder 5 Uhr saß ich wie gebannt vor dem Fernseher, bewaffnet mit der Fernbedienung des Videorekorders, um alle interessanten Aufnahmen auf VHS-Kassette zu bannen. Es gab Auftritte der bereits erwähnten Black Sabbath, Deep Purple oder aber Jimi Hendrix. Alle diese Namen kannte und verehrte ich zu diesem Zeitpunkt natürlich, aber es gab auch einen Auftritt, der mir nicht mehr aus dem Kopf gehen sollte - es war Blue Cheers Cover von Eddie Cochrans Summertime Blues:


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Diese Aufnahme lief bei mir die nächsten Wochen rauf und runter, ohne dass ich wusste, welche Band dies denn überhaupt war: ich hatte den Videorekorder zu spät gestartet, weil mir der Name bei der Ansage einfach nichts sagte. Ich merkte jedoch schnell, dass ich es hier mit etwas Besonderem zu tun habe. Erst Jahre später habe ich rausbekommen, dass es sich hierbei um Blue Cheer handelt.

Als sich die Band dann letztes Jahr für ein Konzert in Tübingen angekündigt hat war es für mich nur eine Selbstverständlichkeit, dieses aufzusuchen und ich habe es auch nicht bereut. Dickie Peterson war voller Energie und war erstaunt, wie dieser Mann auf der Bühne so manchen jungen Hüpfer an die Wand hätte spielen können. Im Rahmen dieser Tour wurde im Übrigen ein Konzert vom Rockpalast aufgenommen.


Oft habe ich schon von diesem besonderen Konzert erzählt und an einem traurigen Tag wie heute denke ich wieder mit Freuden zurück, dass ich noch die Chance hatte, dieses Erlebnis mitzunehmen.

Vielen Dank Dickie Peterson! Du hast einen Funken entzündet, der in meinem Herzen als Flammenmeer weiterlebt!

evlaS

Montag, 5. Oktober 2009

Verwechslungsgefahr: AC/DC - Highway To Hell & Kiss - When Lightning Strikes

Salve 

Auch die womöglich größte Band des Planeten KISS ist nicht davor gefeit, in ihrem riesigen Repertoire mal ein Stück zu haben, dass Erinnerungen an ein wesentlich älteres Stück weckt. In diesem Falle ist es so, dass "When Lighting Strikes" von der neuesten Langrille gewisse Parallelen zu AC/DCs Klassiker "Highway To Hell" aufweist:

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evlaS

Mittwoch, 30. September 2009

Chaos Metal Nights

Salve 


Zum Glück ist die Festivalsaison vorbei und so können die Hallenkonzerte wieder losgehen. Vor 2 Wochen stand dementsprechend Nuclear Warfare nebst weiteren Bands auf dem Plan und letzten Samstag war Possessed By Thrash Metal in Pforzheim geboten. Von beiden Veranstaltungen habe ich keine Berichte verfasst, weshalb es jetzt mal wieder Zeit wird, ein paar Zeilen über das erlebte des gestrigen Konzertes niederzuschreiben.

Kurz vor 17 Uhr machte ich Feierabend, um von Karlsruhe nach Ludwigsburg zu fahren, wo ich Stephi traf, mit der zusammen es dann weiter in Richtung Veranstaltungsort ging. Die Anreise verlief etwas schleppend, da der Verkehr nur ein langsames Vorankommen zuließ und  leider auch die musikalische Untermalung der Reise zu wünschen übrig ließ. Beim nächsten Mal packst du lieber was passendes zur Konzertvorbereitung ein, ok Stephi? Die einzig zur Verfügung stehende CD wurde von mir Track um Track geskipt und es fand sich nicht ein einziges Stück, das bei mir, dem Open Minded-Metalhead schlechthin, Anklang finden konnte - und das lag nun gewiss nicht an mir.

Aber weiter im Text - ich habe mich ob der miserablen Musik während der Fahrt ja schon zur Genüge aufgeregt: Der Club Zentral wurde schnell und ohne Umwege gefunden. Nicht zuletzt wegen meines Mobiltelefons, das von der Fahrerin zahlreich gescholten wurde, aber seinen Zweck über die Maßen gut erfüllte. Leider gestaltete sich die Parkplatzsuche mehr als schwierig. Die von mir versprochenen Parkplätze waren zwar tatsächlich reichlich vorhanden, aber allesamt belegt. Am Ende gönnten wir uns deshalb den Luxus eines bezahlten Abstellplatzes, da wir sowieso schon recht spät dran waren.

Die Halle war vor Ort bereits gut gefüllt und Code hatten als erste Band des Abends bereits die Bühne betreten. Die Musik war nicht unbedingt mein Ding, aber es war auch nicht zum Davonrennen und so habe ich es mir angeschaut. Im Moment, in dem ich diese Zeilen hier verfasse läuft die Musik ihrer mySpace-Seite im Hintergrund und ich muss sogar sagen, dass es etwas hat, was mir gefällt. Es ist gewiss Musik, die zweierlei Dinge bedürfen: Einerseits einiger Hördurchgänge und zweitens einem Gehör für solche Musik. Zweiteres ist mir über die Jahre hinweg wohl etwas verlorengegangen. Ich denke, noch vor 5 Jahren hätte mir diese Band außerordentlich gut gefallen, während mein heutiges Urteil mit einem "nett mit Potential" eher nüchtern ausfällt.

Die Zeit bis zu Stephis Hauptact des Abends verbrachten wir an der frischen Luft, wo ich auf Ralf stieß, einen außerordentlich sympathischen Metalhead, den ich schon auf einigen Konzerten traf und an diesem Abend wohl auch nicht zum letzten Mal gesehen habe. An dieser Stelle einen Gruß an dich, Ralf!

Pünktlich vor Beginn von Sólstafir nahmen wir ganz vorne Aufstellung. Deren Musik konnte mich bislang nicht sonderlich begeistern, doch an diesem Abend war es anders, denn ich habe erstmalig mit einer anderen Herangehensweise gelauscht: Ich habe Sólstafir nicht als Metalband betrachtet, sondern einfach nur als Band, die Musik macht. Mit dieser Einstellung konnte ich mich wesentlich besser auf das einlassen, was mich erwartete. Und was geboten war, war dies auch wert. Für mich war es kein Metal und wird es auch niemals sein, aber es taten sich Klangsphären auf, die faszinierend waren. Im einen Moment progressiv, im nächsten schon wieder minimalistisch und auf das nötigste beschränkt; im einen Augenblick brutal und zerstörerisch, im anderen zerbrechlich wie ein dürres Ästchen. Auch wenn die Band in der ihr zur Verfügung stehenden knappen Stunde gerade mal auf eine handvoll Songs kam, was es zu keinem Zeitpunkt langweilig. Es war keinesfalls einfache Musik und ich werde dieser Band ohne Zweifel nochmals eine Chance geben, denn nun weiß ich, dass ich keinen Metal, dafür aber einfach gute Musik zu erwarten habe. 




Dass wir nach diesem Auftritt unsere leeren Mägen füllen war bereits zuvor beschlossene Sache. Meine wahrheitsgetreue Aussage, der McDonald's lag um die Ecke wurde missinterpretiert und so durfte ich mir den kompletten Weg dorthin dementsprechende Kommentare meiner reizenden und über die Maßen charmanten Begleiterin anhören. Vor Ort angekommen hatte der Mann an der Theke wohl Mitleid mit mir und gab mir einen Cheeseburger mehr als ich bestellt und bezahlt hatte - man hat mir meinen Hunger scheinbar überdeutlich angesehen. Anders ist sein Verhalten wohl kaum zu begründen. Leider verpasste ich die Chance, mich bei ihm zu bedanken - ein anderes Mal dann.

Satt, sitt, froh und munter wurde der Weg zum Zentral nochmals eingeschlagen, wo Secrets Of The Moon bereits auf den Brettern standen. Das Gebotene entsprach weder Stephis noch meinem Geschmack und so entschieden wir uns, den Abend noch vor der Band zu beenden und uns zu verabschieden.

An dieser Stelle möchte ich einmal ein dickes Lob an den Club Zentral aussprechen: Die Bühne war das wirklich allerbeste, was ich jemals in einem Schuppen dieser Größe sehen durfte! Die Lichtshow war so opulent, wie man es heute fast nur noch aus Konzertvideos aus den 80ern kennt. Der Einsatz von Nebel für das letzte Quentchen Stimmung war exzessiv und genau nach meinem Geschmack. Und außerdem handelte es sich auch um absolut neutralen Nebel, der nicht wie sonst so oft schon nach wenigen Minuten in Augen und Nase brennt. Auch der Sound vor Ort war an allen Orten, an denen ich am Abend war grandios. Er war so spitze, dass ich nicht einmal merkte, wie unglaublich laut es war und habe deswegen auch jetzt noch ein Fiepen auf den Ohren - aber das war es wert.

Wo so viel Licht ist, muss es auch Schatten geben. Dieser betrifft beim Club Zentral die Randbedingungen: Das Bier ist mit 2,50 Euro für ein 0,33er Bier meinem Geschmack nach zu hoch. An Stelle aus Flaschen auszuschenken, solltet ihr euch lieber eine Zapfanlage hinstellen und eine günstigere Sorte zum gleichen Preis in 0,5 Liter Bechern ausgeben. Außerdem ist die Situation auf dem Herrenklo katastrophal! Es gibt ausschließlich ein einziges Behindertenklo für alle Herren der Schöpfung - da muss dringend ein Umbau in Form einer zusätzlichen Pissrinne her, sonst braucht ihr euch echt nicht wundern, wenn eure Pflanzen im Vorgarten wegen Überdüngung eingehen.

Abschließend möchte ich meinen Dank noch an Stephi richten. Sie kam in meinem Bericht wohl wesentlich schlimmer weg, als es der Wahrheit entspricht. Es hat viel Spaß gemacht, den Abend mit dir zu verbringen und ich freue mich auf das nächste Konzert. Außerdem weiß ich, dass du ein paar harte Worte hin und wieder verträgst.

Wer mehr Bilder sehen will, kann dies auf Stephis Facebook-Seite tun, von der ich auch den größten Teil der hier zu sehenden Bilder geklaut habe, oder aber bei den Veranstaltern.

evlaS

Freitag, 18. September 2009

Review: Vault - Fuck Off And Die

Salve 

Mit Vaults "Fuck Off And Die" gibt es wieder eine hochklassige Veröffentlichung von Flos Dying Victims Productions. Wieder gibt es ordentlich value for money und die ersten 33 Besteller dürfen sich wieder freuen, gegen eine geringe Zuzahlung die Möglichkeit zu haben, neben dem Tape auch noch ein T-Shirt und Button zu erhalten. Einer der Glücklichen, der hiervon eines bekommen hat bin ich und zum wiederholten Male bin ich hochzufrieden. Wie auch schon beim ersten Release von Iron Kobras "Cult Of The Snake"-Demo ist auch dieses mal wieder die Qualität bestechend hoch.

Auch das Tape ist in seiner Aufmachung eine Freude für den Augapfel: Ein absolut cooles Cover, das sich dann auch gleich auf dem Shirt gut macht:


Vault kommen aus Malaysia, das auf der Weltkarte des Heavy Metal nicht unbedingt die tiefsten Spuren hinterlassen hat. Wenn ich so Recht überlege, fällt mir auf die Schnelle nicht eine einzige Band ein, die von dort stammt. Damit bekommt die Band auf alle Fälle schon einmal den Exotenstatus zugeteilt. Musikalisch gibt es Thrash, der mit einem gewaltigen Anteil Punk angereichert ist. 

Der Punk regiert nicht nur in musikalischer Hinsicht, denn schon der erste Titel "Fuck Off And Die" gibt eine dementsprechende Parole aus. Auch wenn der Titel einen an Darkthrone denken lässt, fühle ich mich beim Hören vor allem an die etwas neueren The Exploited erinnert.

Weiter geht es mit "Onslaught Of Death", dessen Punk-Anteil schon wieder geringer ist. Insbesondere das Gitarrensolo lässt sämtliche Punk-Anleihen vergessen, ist aber insgesamt aber auch der Track, der damit am wenigsten ins Ohr geht von allen. Das soll jetzt aber nichts negatives sein - alle anderen Lieder setzen sich nämlich bereits nach dem ersten Viertel dermaßen im Hirn fest, dass es schon eines Vorschlaghammers bedarf, sie wieder zu löschen.

Der nächste Song "Heavy Metal Attack" ruft mir in Bruchteilen von Sekunden insbesondere eine Band ins Gedächtnis: Toxic Holocaust! Wahrlich nicht die mieseste Referenz.

Mit "Metal Of Death" ist dann ein extrem nach vorne preschender Song geboten, der an wenigen Stellen so ein ganz klein wenig solinger Schwermetall durchklingen lässt - ich kann aber verstehen, wenn das außer mir niemand erkennt. Ich habe keine Ahnung, wieso ich das so höre; vielleicht will ich mich auf Biegen und Brechen auch daran erinnert fühlen

Das abschließende "Vengeance" gibt dem Hörer dann nochmal einen schönen Arschritt mit einem Song, der live unter Garantie grandios ankommt und eine herrliche Basslinie bietet - da weitet sich mein Herz zu einem saftigen Steak.

Was darf man also von diesem Demo halten? Gewiss wird hier kein neues Genre geschaffen und die Musik bietet auch nichts, was man nicht irgendwo und irgendwann schon mal gehört hat. Aber ist das nun was schlechtes? Nein - alles andere als das! Das Demo zu hören macht tierisch Spaß und geht einem auch nicht auf den Sack, wenn man es - wie ich gerade - in einer zweistündigen Dauerschleife hört, was bei einer solch technisch-bregrenzten Band oftmals doch der Fall ist. Sollte es noch Exemplare des auf wie immer strikt auf 333 Stück limitierten Demos geben, sollte man sich fix an Flo wenden - lange kann es nicht mehr dauern, bis es ausverkauft ist.

evlaS

Montag, 7. September 2009

Ein Konzert wie jedes andere

Salve 

Immer wieder werde ich von Außenstehenden gefragt, wie man sich ein Konzert denn so vorzustellen hätte. Natürlich kann man so etwas nicht pauschalisieren und jeder Abend verläuft anders, aber dennoch habe einmal versucht, das ganze in einem Modell darzustellen. So oder so ähnlich verläuft üblicherweise ein beliebiges Konzert:




Link

Ich hoffe, ich bin meinem Bildungsauftrag in ausreichendem Maße gefolgt bin und konnte den ein oder anderen dazu bewegen, in nächster Zeit mal zu einem Konzert mitzukommen.

evlaS

Sonntag, 6. September 2009

Review: Helvetets Port - Helvetets Port

Salve 

Vor ein paar Tagen habe ich von einem Kumpel einen Link zu einem Video von Helvetets Port erhalten (Danke Flonitz). Ich kannte die Band nur vom flüchtigen Reinhören bei mySpace, habe mich aber nicht weiter damit beschäftigt. Das auf ihrer Seite gebotene war nett anzuhören, aber hat mich nicht gleich so vom Hocker gerissen.

Ganz anders dieses Video, das mich vom ersten Moment an fasziniert hat:

Link

Das Lied geht mir durch Mark und Bein und ich finde es intensiv wie nur weniges, was heutzutage auf dem Markt veröffentlicht wird. Die richtigen Worte dafür zu finden fällt mir schwer und bevor ich zu allzu schwülstigem Vokabular greife, überlasse ich einfach lieber jedem selbst, sich eine Meinung zu bilden - das Video ist ja schließlich auch nicht ohne Grund verlinkt.

Doch nicht nur das Lied an sich halte ich für unglaublich intensiv - auch das dazugehörige Video ist von einer Qualität, wie man es von einer Band dieser Größenordnung kaum erwartet hätte. Natürlich treiben die Jungs sämtliche 80er Jahre-Klischees dermaßen auf die Spitze, dass sie selbst wohl noch mehr 80er-mäßig drauf sind, als es die 80er Jahre selbst waren. Aber ich finde das nicht nur ok, sondern unterstützenswert: Welches Auge eines Metalheads kann trocken bleiben, wenn er die Jungs in Spandexhosen und Rising Sun-Shirt sieht? Ich für meinen Teil liebe so etwas. Und man achte nicht nur auf die Bandoptik, sondern auch auf die vielen kleinen Details. Der größte Teil der Sequenzen wurde mit einer Super 8-Kamera aufgenommen und man kann sich wirklich total der Illusion hingeben, dass dieses Video nicht 2009, sondern gute 25 Jahre früher entstanden ist. Man schaue sich doch allein mal die liebevoll platzierte Commodore Werbung bei 1:19 an!

Manch einen möge das kalt lassen, aber ich liebe diese Dinge. Sie machen für mich sogar einen nicht unwesentlichen Teil des Musikgenusses aus und die Band hat auf mich mit diesem Video einen solch großen Einfluss, dass ich einfach nicht wiederstehen konnte und bei eBay USA ebenfalls ein Rising Sun-Shirt nebst passendem Bandana gekauft habe.  

Du denkst "Poser"? Ich denke "Mir doch egal!". Und sobald "Karate Kid" mal wieder im Fernsehen kommt, werde ich mir den Streifen mit Hochgenuss in meinem neuen Shirt anschauen!

In meinem Wahn und meiner neu entdeckten Liebe zur Band auf Grund dieses einen Liedes wollte ich die frohe Kunde verbreiten und habe den Link zum Video rumgeschickt und die Reaktionen hierauf waren für mich sehr überraschend. Selten habe ich es erlebt, dass eine Band so sehr die Gemüter gespalten hat! Die meisten fanden Helvetets Port bei Weitem nicht so gut wie ich, teilweise sogar richtig schlecht. Die Begründungen waren vielfältig: "es hat zu wenig Seele", "ist spieltechnisch minderwertig", "die Klischees sind völlig übertrieben", "der Sänger kann nicht singen" oder "die können einfach nix" waren nur einige der negativ-behafteten Meinungen. Andere hingegen waren total begeistert.

Um den Schnitt etwas zu heben habe ich das Lied auch an Leute weitergeleitet, die mit Metal und insbesondere den vermittelten Klischees nur wenig anfangen konnten, einfach auch um mal zu schauen, wie es beim nicht in der Materie steckenden Hörer ankommt. Hier war die Reaktion schon wesentlich anders: Eine schlechte Reaktion erhielt ich gar nicht. Viele sagten sogar, dass sowas nicht ihr Ding ist, aber für Metal sei das sogar akzeptabel. Manch einer war für mich total überraschend schockiert von den Totenköpfen und derartigen Utensilien sowie der deutschen Übersetzung von Helvetets Port "Tor zur Hölle" - ich hätte eigentlich nicht gedacht, dass man mit so etwas noch schocken kann. Aber ist doch schön, dass das, was Venom vor Jahrzehnten schafften auch heute noch möglich ist - auch wenn davon wohl nur zartbesaitete Gemüter betroffen sind.

Nachdem ich das Video ungelogen in einer 4-stündigen Dauerschleife habe laufen lassen war es mal Zeit, ein Ohr beim Album zu riskieren. Einen Dank an Breiti, der mir dabei helfen konnte.

Der erste Durchlauf des Albums verlief außerordentlich ernüchternd. Ich hatte nach "Lightning Rod Avenger" kaum erwarten können, dass ein Song auf dem Album ist, der auch nur annähernd so gut ist, aber das, was es hier zu hören gab war schon ein extremer Abfall an Qualität. Vor allem konnte ich jetzt die Meinung, der Sänger könnte nicht singen voll und ganz nachvollziehen. Insbesondere bei "Diamond Claw" ist dermaßen schiefer Gesang geboten, dass es anfangs fast schon weh tat.

Aber ich wollte das nicht so schnell abtun und gab der Scheibe einfach ein paar Durchläufe und mittlerweile ist meine Meinung bei Weitem nicht mehr so negativ. Weiterhin ist kein Lied dabei, dass "Lightning Rod Avenger" auch nur annähernd das Wasser reichen kann, aber wenn man sich einmal mit dem Album angefreundet hat, kann man auch viel Spaß damit haben. Die Stücke darauf sind einfach extrem kauzig. Ja, ich denke, dieses Adjektiv trifft es recht gut: Insbesondere die in schwedisch vorgetragenen Stücke tragen ihren Teil dazu bei.

Auch die Kritik am technischen Vermögen der Band kann ich nachvollziehen. Da klingt es oftmals etwas eckig und kantig, aber ich möchte das nicht als negativen Punkt sehen. Nein - das sind die Dinge, die einem solch speziellen Produkt einfach Charakter verleihen. Und dass Sänger, die nicht singen können, an sich nichts schlechtes sein müssen hat Toto von Living Death meiner Meinung nach überdeutlich bewiesen.

Die Songs sind kompositorisch mit Sicherheit keine Meisterwerke, haben aber dennoch viel zu bieten. Die Lieder, die stets an der Schnittstelle zwischen Rock und Metal stehen, wandern nicht beim ersten und sicher auch nicht beim zweiten Hören, spätestens aber bei einem der darauf folgenden Durchläufe ins Ohr. Und einmal hier angekommen wollen sie am Leben gehalten und immer wieder gehört werden.

Ich für meinen Teil bin inzwischen wirklich schon ein klein wenig süchtig nach der Scheibe. Dafür musste ich zwar ein wenig Zeit investieren, aber diese hat sich am Ende wirklich ausgezahlt.

Wer auf Musik steht, der alles andere als geradlinig ist und wer auf von Epik geküssten Hard Rock und Metal steht sollte auf alle Fälle ein Ohr riskieren. Wer hingegen auf brutales und stumpfes Gekloppe abfährt sollte um diese Band einen riesengroßen Bogen machen.

evlaS

Samstag, 5. September 2009

Was hör ich denn da eigentlich gerade?

Salve 

Ging es dir schon so? Du bist nicht Metal genug, um einen beliebigen Song irgendeinem Metalgenre zuzuordnen? Das muss nicht mehr länger der Fall sein, denn folgendes Diagramm kann fortan zu Rate gezogen werden:


via blog.metal-hammer.de

evlaS

Freitag, 21. August 2009

Bilderrätsel

Salve

Vielen Leuten sind die folgenden Bilder bereits bekannt, doch wollte ich meine kleinen Meisterwerke auch der breiten Öffentlichkeit nicht vorenthalten.
Was folgt sind von mir erstellte Bilderrätsel, die entweder Liedertitel, Bandnamen oder Zitate aus Songs darstellen. Sie alle haben die Gemeinsamkeit, dass sie aus dem breiten Spektrum des Rock & Metal stammen. Manche Rätsel sind leicht zu lösen und sehr offensichtlich, bei anderen ist es erforderlich, auch mal um die Ecke zu denken, denn die Lösung liegt nicht immer auf der Hand.
Wegen der Menge an Bildern habe ich nicht jedes Bild einzeln hier hochgeladen, sondern bin den Weg über eine Slideshow gegangen. Ein Klick auf das Bild führt einen weiter zur Flickr - dort etwas hochzuladen war übrigens eine Premiere für mich. Auf der Seite selbst gibt es in etwas kryptischer Form Lösungen zu den Rätseln sowie die Möglichkeit zu kommentieren - ich bitte um reichhaltige Nutzung dieser Möglichkeit!

Und nun viel Spaß beim Lösen der Rätsel!


Link

evlaS

Samstag, 8. August 2009

Nur Spacken geh'n zum Wacken

Salve 

Zur Untermauerung meiner Meinung "Nur Spacken geh'n zum Wacken" möge man sich doch bitte mal folgende Berichte zu Gemüte führen:


Link


Link

Natürlich ist sind diese Taff-Beiträge amüsant, wenn man es denn überhaupt aushält, den beiden pink Püppis bis zum Ende zuzuhören, aber andererseits muss sich doch jeder an den Kopf fassen, der innerhalb der Metalszene Fuß gefasst hat. Nicht zuletzt die Wacken-Veranstalter sollten doch mal kraftig darüber nachdenken, ob sie wirklich weiter nach der Devise "Jede PR ist gute PR" verfahren wollen. Bekanntheit ist nicht alles - insbesondere nicht bei einem solch spezifischen "Produkt" wie es das Wacken ist. Die Zielgruppe für das Festival ist doch wohl schon über die Maßen erreicht - Nachrichten über ein ausverkauftes Gelände schon Wochen im voraus sprechen eine deutliche Sprache. Und ob es jeder Besucher so gut findet, in Folge der Omnipräsenz der Medien als Mitglied einer Horde hirnloser Affen hingestellt zu werden wage ich jetzt einfach mal anzuzweifeln. Und wenn ich mir den zur Thematik aufgestellten Forenbeitrag auf der Wackenhomepage anschaue, scheine ich mit meiner Meinung nicht alleine dazustehen.

Da können die Veranstalter von mir aus noch so geile Bands holen - ich werde das meinen Lebtag nicht unterstützen. Aber das fällt mir auch leicht, denn einen großen Teil der dort aufspielenden Kapellen halte ich in etwa für so Metal wie Fußpilz. Mir wird es für immer ein Rätsel bleiben, dass man Leuten Begriffe wie "Metalcore" oder "Folk Metal" um die Ohren haut, die außer den fünf Buchstaben M-E-T-A-L einfach nichts, aber auch gar nichts mit der gleichlautenden Musik zu tun haben. Aber das ist eine persönliche Meinung - eben genau wie die etwas provokative Aussage "Nur Spacken geh'n zum Wacken". Aber ich bin der festen Überzeugung, dass das auf 80% der Besucher wahrheitsgemäß zutreffen dürfte; traurig, aber wahr...

via derwesten.de

evlaS

Sonntag, 2. August 2009

Verwechslungsgefahr: Lynyrd Skynyrd - Simple Man & Scorpions - Always Somewhere

Salve

Ich habe heute einen riesigen Scorpions-Tag. Den ganzen Tag läuft ein Album nach dem anderen runter und ich komme nicht umhin festzustellen, dass diese Band absolut gigantisch ist. Ein grandioser Sänger, den ich ja auch schon an anderer Stelle besonders hervorzuheben wusste, außergewöhnliche Songs , die sich für immer ins Hirn fressen, Liveshows der Extraklasse und Albencover die gewiss alles, bloß nicht gewöhnlich sind - und damit meine ich jetzt nicht nur die "Virgin Killer", sondern etwa auch das Helnweinmotiv von der "Blackout". Auch kann man den Scorpions wohl zuschreiben, mit zu den Innovatoren des Hard Rock zu zählen und einzigartige Hymnen aus dem Ärmel geschüttelt zu haben wie kaum eine zweite Band auf diesem Planeten. Oder kennt jemand neben Led Zeppelins "D'yer Mak'er" und Scorpions "Is There Anybody There" einen Rocksong, der im Reggaegewand daherkommt?
Aber in einem Falle gibt es eine Ausnahme, denn die Parallelen von "Always Somewhere" zum älteren "Simple Man" von Lynyrd Skynyrd sind absolut erschlagend - man könntes es fast für ein Cover mit neuem Text handeln.


Link


Link

Ich für meinen Teil kann sagen, dass ich beide Versionen mag - es ist aber auch schwer, bei so viel identischen Merkmalen einen Song eindeutig zu bevorzugen. Aber Klaus Meine reisst es am Ende einfach raus und sorgt dafür, dass die Scorpions-Version einen Funken besser ankommt - zumindest in meinem Ohr!

evlaS

Mittwoch, 29. Juli 2009

Rorschach in Metal

Salve

Wie man heute bei nerdcore.de erfahren konnte, sind die bekannten Rorschach-Testbilder bei Wikipedia zu finden, da sie fortan keinem Copyright mehr unterliegen. Keine Frage, dass ich bei diesem Thema nicht lange überlegen musste um daraus einen Eintrag zu formen, bei dem ich meine Interpretation der Bilder folgen lasse:

Plate 1: Es erinnert mich stark an den großen Philosophen Batman!


Plate 2: Hierbei handelt es sich meiner bescheidenen Meinung nach eindeutig um eine Szene aus einem wilden Moshpit, in dem zwei Körper gnadenlos aufeinander treffen und sich die gesammelte Energie in einer Fontäne von Blut ergießt, das absolut unkontrolliert um sich spritzt!


Plate 3: Hier sieht man Gene Hoglan bei der Arbeit - der ist nämlich fett für 2, spielt dafür aber auch mindestens doppelt so schnell wie alle anderen.


Plate 4: Hier benötigt man ein wenig Fantasie, aber wenn man die mal spielen lässt, kann man durchaus drauf kommen, dass das der Kerl von Razors "Evil Invaders" in der Sicht von vorne ist:


Plate 5: Möglicherweise Piledriver von hinten, während er zwei Poser über die Bühne schleift?


Plate 6: Das ist die Kontrabassgitarre aus dem Video von Type O Negatives "Black No 1":



Plate 7: Ähnlichkeiten zu Sepulturas "Against" sind kaum von der Hand zu weisen:


Plate 8: "Let The Witches Burn" von Sacred Steel - leider kann ich mit keinem Link bieten. Deshalb bitte auf der Stelle das dementsprechende Album einlegen!


Plate 9: Hier sieht man eine neuere Aufnahme des Geists aus diesem Bild:


Plate 10: Bei diesem Kunstwerk gehen mir nur folgende Worte durch den Kopf: "Sind nicht am Ende auch Dürers betende Hände...ein Dreieck?"
Und wer mir jetzt noch den Ursprung dieses Zitats liefern kann, vor dem ziehe ich meinen Hut - und das mit Schwung!

evlaS

Donnerstag, 23. Juli 2009

Verwechslungsgefahr: Black Sabbath - The Wizard & die Zugpfeife einer vorbeifahrenden Dampfeisenbahn

Salve

Hiermit führe ich eine neue Kategorie ein, in der ich gewisse Parallelen in Lieder aufdecken möchte. Ich habe mir schon ein paar Sachen überlegt, aber anfangen möchte ich mit einem ganz aktuellen Beispiel: Eben bin ich im Fernsehen über einen Bericht über eine Dampfeisenbahn gestolpert, die ihr typisches Pfeifen von sich gab und ich fühlte mich von einem Moment auf den anderen unglaublich an "The Wizard" von Black Sabbath erinnert - man könnte meinen, die Mundharmonika in diesem Stück versucht einen solche Zugpfeife nachzuahmen.

Damit sich jeder ein Bild davon machen kann hier eine solche Zugpfeife - leider klingt diese nicht ganz so perfekt wie eben jene im Fernsehen, aber man kann schon eine gewisse Vorstellung davon erhalten, was ich meine:


Link

Und nun zum Vergleich das Lied von Black Sabbath:


Link

Ist das nicht erstaunlich? Ich bin in diesem Moment ob meines unglaublichen musikalischen Verstandes selbst erstaunt!

evlaS

Mittwoch, 15. Juli 2009

Buchkritik: Jerry Bloom - Black Knight

Salve

Ich bin ein wirklich großer Anhänger von Musikerbiographien und was Jerry Bloom mit seinem Werk abgeliefert hat ist der Wahnsinn.
Biographien zu lesen hat für mich immer den Sinn, den Menschen hinter dem Musiker etwas besser kennenzulernen: Sein Werdegang, seine Motivation, seine Hintergründe - einfach alles, was einem hilft, die Musik dahinter noch besser zu verstehen.
Dabei gibt es mehrere Formen von Biographien: Die einen sind eine Aneinanderreihung von grandiosen Geschichten, die man als normalsterblicher Erdenbürger in dieser Anzahl so nie erleben dürfte. Hierunter fallen Bücher wie Mötley Crües "The Dirt" oder Lemmy Kilmisters "White Line Fever".
Andere sind von externen geschriebene Beweihräucherungen von Legenden. Ein solches habe ich mal von Guns N' Roses zu lesen versucht und es war so furchtbar, dass ich nicht über die 30 Seite hinaus kam und schon längst wieder vergessen habe, wie das Buch denn hieß. Bei aller Liebe zur Musik muss man beim Schreiben eines solchen Werkes doch immer ncoh eine gewisse Distanz wahren, was in diesem Falle gründlich in die Hose gegangen ist.
Und dann gibt es noch Biographien wie eben Jerry Blooms "Black Knight" über den Gitarrenmeister Ritchie Blackmore.



Dieses Buch dringt absolut tief in dessen Leben ein und bringt jedes noch so kleine Detail hervor. Es ist mehr als erstaunlich, wie der Autor jede noch so kleine Anekdote ans Tageslicht gebracht hat und in den meisten Fällen auch gleich mit mehreren Quellen beweisen kann. Dieses Werk ist kein mal eben heruntergerissener Lebenslauf über den Erfinders des wohl berühmtesten Riffs aller Zeiten, sondern ein wahres Lebenswerk von 450 Seiten, die sicherlich nichts sind für jemanden, der einfach nur mal ein wenig über Ritchie Blackmore wissen möchte. Man muss schon eine gewisse Faszination an seiner Person oder wie in meinem Falle seiner Musik empfinden, damit man an diesem Buch seine Freude hat.
Ich möchte jeden vor diesem Buch warnen, der besonders Interesse an der Person Ritchie Blackmore hat: Man kann wirklich tief enttäuscht werden. Seine Vorliebe zu fiesen Streichen und seine Egozentrik sind bekannt, aber was man in diesem Buch zu lesen bekommt schlägt dem Fass manchmal den Boden aus. Man kann oftmals nur mit Entsetzen auf den "Man in Black" schauen und es ist nahezu unmöglich die Beweggründe für viele seiner Taten nachzuvollziehen.

Auf den Inhalt einzugehen macht wenig Sinn, denn jeder auch nur im Geringsten Interessierte sollte mit den großen Stationen des Ritchie Blackmore vertraut sein und wem Bandnamen wie Deep Purple oder aber Rainbow nichts sagen, dem ist leider nicht mehr zu helfen.

evlaS

Dienstag, 14. Juli 2009

Downloadtipp: Trapped Under Vice Vol. I

Salve

Fenriz, seines Zeichens seit jeher Urgestein der norwegischen Black Metal-Szene hat einen Thrash-Sampler zusammengewürfelt, der es in sich hat. Vertreten sind etwa meine Lieblinge des brutalen Thrash Morbid Saint. Wie hat ein guter Freund sie mal so treffend beschrieben: Wenn Slayer Marlboro ist, dann ist Morbid Saint Schwarzer Krause, filterfrei!
Ebenfalls vertreten sind die Ulmer Poison, die man aber bitte nicht mit der amerikanischen Poserband verwechselt.
Die grandiosen Minotaur finden sich ebenfalls mit einem Lied, das aber leider nicht der Überhit "Necromancer" ist - macht nix: Auch der Rest von denen kann sich hören lassen!

Ich habe mir jetzt einfach mal die drei meiner Meinung nach herausragendsten Bands herausgesucht, was aber keinesfalls den Wert der anderen herabsenken soll. Der Sampler ist durchgehend erstklassig und bietet absolute Perlen, wie man sieht:

01. Necrovore (USA) ‘Mutilated Death’ (1987)
02. Mental Decay (Denmark) ‘Eat the Posers Guts’ (1987)
03. Pentagram (Chile) ‘Profaner’ (1987)
04. Necrodeath (Italy) ‘Agony/Flag of the Inverted Cross’ (1987)
05. Morbid (Sweden) ‘Wings of Funeral’ (1987)
06. Poison (Germany) ‘Yog-Sothoth’ (1987)
07. Devastation (USA) ‘Devastation’ (1987)
08. Merciless (Sweden) ‘The Awakening’ (1989)
09. Minotaur (Germany) ‘Fall of the Gods’ (1988)
10. Mutilated (France) ‘Funerarium’ (1988)
11. Deathhammer (Norway) ‘Toxic Radiation’ (2008)
12. Obliveon (Canada) ‘Whimsical Uproar’ (1987)
13. Obscurity (Sweden) ‘Demented’ (1987)
14. Morbid Saint (USA) ‘Beyond the Gates of Hell’ (1988)
15. Vulcano (Brazil) ‘Guerreiros de Sata’ (2003)
16. Whiplash (USA) ‘The Burning of Atlanta’ (1985)
17. Infernö (Norway) ‘Thrash Metal Dogs of Hell’ (2004)
18. Aura Noir (Norway) Iron Night/Torment Storm’ (2008)

Der Titel der Zusammenstellung lautet "Trapped Under Vice Vol. I" was die Hoffnung weckt, dass es derartige Projekte zukünftig öfter geben wird.


Ich möchte Fenriz an dieser Stelle einen erstklassigen Geschmack attestieren, der sich leider auf die Wahl seiner Tattos und Bademode nicht ausgewirkt hat:



Und bevor ich es vergesse zu erwähnen: Die beste Nachricht kommt ja erst noch: Der Sampler steht hier bereit zum Download. Ich kann nur jedem ans Herz legen, den Download auf der Stelle zu starten und dann laut aufzudrehen!
Freunden des Old School-Thrash garantiere ich, dass sie keine Sekunde bereuen werden.

via powermetal.de

evlaS

Donnerstag, 9. Juli 2009

Videotipp: Depeche Mode - 101

Salve

Es ist mal wieder Zeit für einen Blick über den Tellerrand in Form eines Videotipps. Dieses mal möchte ich meinen Lesern Depeche Modes Konzertvideo "101" ans Herz legen. Ich selbst habe es zwar noch nicht bestaunt, aber ich bin schon seit vielen Jahren dieser Band - vor allem des Materials aus den 80ern, zu dem die Band zumindest mit der ersten Single des letzten Albums wieder zurückgekehrt ist. Ob der Rest aus "Sounds Of The Universe" ebenfalls dieses Niveau hält sollte ich mal rausfinden und in das Album reinhören - hab ich nämlich noch immer nicht getan.
Ach, noch eine Anmerkung: Die 101er Scheibe hatte ich bis vor ein paar Jahren sogar als LP. Also so eine richtige große, flache, schwarze Scheibe, wo wir ja schon wieder beim Thema wären.


Link

Wem die Qualität des gebotenen zu grottig ist, um es die vollen 2 Stunden anzuschauen hat auch noch die Möglichkeit sich die Doppel-DVD davon zuzulegen und kann es schön gemütlich vor dem Fernseher genießen.

evlaS

Mittwoch, 8. Juli 2009

Videotipp: Slayer & die Sesamstraßen-Allstars - Dittohead

Salve

Da lernen die Kleinen gleich mal, wie der Hase läuft. So ist's Recht!


Link

Ich werde gleich mal dafür sorgen, dass mein Neffe, der bald eingeschult wird, sich dieses Video anschaut.

via blog.metal-hammer.de

evlaS

Dienstag, 7. Juli 2009

Videotipp: Vinyl Lovers

Salve

Es dürfte wohl keine sonderlich gewagte These sein zu behaupten, dass Musikgenres, denen sich die Menschen wirklich hingeben, immer einen Markt haben für Vinyl. Sei es nun Jazz, Hip Hop, Rock oder aber Metal - solange es Menschen gibt, die die Musik nicht nur einfach konsumieren und im Jamba Sparabo monatlich auf ihr Mobiltelefon bestellen, sondern die Musik leben wird die Schallplatte nicht aussterben.

Zu dieser Liebe gibt es hier einen kleinen Kurzfilm:

Vinyl Lovers from Jack Somerville on Vimeo.

Das Video dreht sich nicht um Liebhaber aus dem rockenden Bereich, aber einen Blick ist es dennoch wert, wie ich finde. Und immerhin ab 2:20 gibt es mit dem Riff von Black Sabbaths "Sweat Leaf" auch was auf die Ohren. Es handelt sich nicht um das Originallied und ich würde gerne wissen, was das ist. Wer mir weiterhelfen kann den möchte ich an dieser Stelle auf die Kommentarfunktion verweisen - ich wäre sehr dankbar!
Die ab 5:19 ins Spiel kommenden "Sleevefaces" gibt es im Internet zahlreich. An dieser Stelle möchte ich mal auf die großen Anlaufstellen sleeveface.com und bei flickr hinweisen.

via spreeblick.com

evlaS

Freitag, 3. Juli 2009

Bilder: Filmplakate mit Metalfaktor

Salve

Als Vollzeit-Metalhead wandelt man immer wachen Auges durch die Welt und beurteilt alles und jeden unweigerlich nach seinem Metalfaktor. Man hat auf Konzerten schon die obskursten Dinge erfahren, die angeblich Metal sind. Und ich werde mir im Folgenden Filmplakate vorknöpfen, die ohne jeden Zweifel mehr Metal sind als ein Stahlträger:

Wie sähe es aus, wenn man "Pleasure Slave" von Manowar bildlich umsetzen würde? Ich denke die italienische Klamotte "Als die Frauen noch Schwänze hatten" trifft es exzellent.


Ein Filmtitel, der genau wie der Film 100% Metal ist und dann noch so ein Cover - herrlich!

Man kennt den Film auch unter "Toxic Avenger" - ein Wunder, dass es bis 2006 Zeit gebraucht hat, dass eine Band diesen Namen adaptiert. Schade, dass sie das für das Cover nicht auch noch durchgezogen haben.

Kennt wer diesen Streifen? Bin bei meinen Recherchearbeiten über das Bild gestoßen und kann es mir auch gut als Plattencover vorstellen.

Der Film konnte mich trotz seines Kultfaktor nicht länger als 20 Minuten vor dem Fernseher halten - aber das Cover ist auch für mich überzeugend.

Kumite - was für ein geiler Soundtrack!

Ich kenne den Film nicht, aber ich denke es ging schon mehreren so, beim Anblick dieses Bilds unweigerlich an das Led Zeppelin-Logo zu denken. Zumindest ist es mir innerhalb von Milisekunden vor mein geistiges Auge getreten, als ich dieses Cover sah.


Dieser Film ist ein maßgeblicher Einfluss für - nicht nur - meine geliebten Iron Kobra.

Wenn Paul Hogan etwas weniger Lächeln würde und Linda Kozlowsi vielleicht ein wenig mehr so aussehen würde, wie man sich Tarzans Freundin Jane vorstellt, wäre das Cover sogar noch mehr Metal. Aber alleine der technische Stil ist schon begeisternd. Da können die mir tausendfach gephotoshopte Bilder vorsetzen, die noch so gut aussehen - das hier ist die Krönung dessen, wie ich mir Metalcover vorstelle. Heute aber kaum noch zu bezahlen - leider!


"Du bist eine Krankheit und ich die Medizin dafür!" als Textzeile im Film und ein Saxon-Song als Untertitel - kein Wunder, dass das Filmplakat dem in nichts nachsteht.

Running Wild sind bald nicht mehr. Schade, denn hier hätte ich das Cover für ein weiteres Album - hat nicht sollen sein.

Ohne Worte - das Bild ist sowas von Metal!

Dem Plakat würde wohl ein Konzeptalbum am besten gerecht werden.

Das Bild weckt Assoziationen an das BESTE ALBUM ALLER ZEITEN!

Muskelmann mit VoKuHiLa - purer 80er Metal!

Ich stelle jetzt mal eine gewagte These auf: Der Knarrenheinz von Sodom ist in Wahrheit Chuck Norris mit Gasmaske. Wer könnte daran noch zweifeln angesichts dieses Bildes?

"Wenn ich meine Kappe umdrehe ist es wie wenn ich den Motor meines Trucks starte." Kein Zitat aus einem Metalsong, sondern aus eben jenem Streifen.

Die Farbgebung hat Anleihen an meinen Lieblingskünstler Ed Repka, ein Genie der Farben!


Und schon wieder Sylvester Stallone und schon wieder kann ich es mir nicht verkneifen, Zitate aus allen Rambo-Filmen anzubringen:

Rambo: Geh nicht weiter. Hör auf oder du hast einen Krieg, den du nie begreifen wirst!

Trautman: Du kannst nicht rumlaufen und harmlose Zivilisten umbringen! Rambo: Es gibt keine harmlosen Zivilisten!


Rambo: Meine Zeit ist um, das heißt, mein Krieg ist vorbei.
Rambo: Um den Krieg zu überleben, muss man selbst zum Krieg werden.


Russischer Offizier: Wer sind sie?

Rambo: Ihr schlimmster Alptraum.


Rambo und Trautman umstellt von Hunderten von Soldaten.
Trautman: Und was machen wir nun?

Rambo: Hmmm, umzingeln läuft nicht.


Rambo: Wenn man dich dazu zwingt, ist Töten so einfach wie Atmen.


Rambo (zu sich selbst): Der Krieg liegt dir im Blut.


Rambo: Lebe für nichts, oder stirb für etwas!


Und ich möchte gleich noch eine offizielle Aufforderung an meine Freunde von Nuclear Warfare nachschieben: Ich möchte von euch eine Hymne komponiert haben, in dessen Text ein Großteil eben jener Zitate untergebracht wird!

Das Cover gehört natürlich zu einer Band mit einer Sängerin. Und bevor jetzt noch mehr Trällerelsen aus ihren Löchern kriechen, um mir die Ohren vollzuheulen: Nehmt euch verdammt nochmal ein Beispiel an Rock Goddess, die beweisen, dass Frauen wie Hölle rocken können!

Wie auch schon für "Crocodile Dundee" weiter oben gilt auch hier, dass ein etwas anderer Gesichtsausdruck Michael J. Fox einen höheren Metalfaktor verleihen würde, aber was soll's? Immer noch schöner als das Debütalbum von "Wolf", dem dieses Bild hier besser gestanden hätte.

Eigentlich wollte ich es vermeiden, Filme in die Liste aufzunehmen, die von Haus aus schon röck'n'röllig sind, denn selbstversändlich sind auch "Eat The Rich" oder "Detroit Rock City" von Haus aus tierisch Metal. Am kultigen Plakat zur Rocky Horror Picture Show kam ich dennoch nicht vorbei, da es als einziges in der Auflistung hier repräsentativ ist für den Glam Metal.

Und zum Abschluss nun das ultimative Metalcover! Hier stimmt von Anfang bis Ende alles. Wer den Film nicht kennt, jedoch eine große Liebe für die Filme von Bud Spencer und Terence Hill inklusive der immer wieder genialen Synchronisation im Schnodderdeutsch hat, sollte unbedingt mal einen Blick riskieren; "Wild trieben es die alten Hunnen" ist für mich eine Perle des italienischen Kinos, die möglicherweise erst im Deutschen wirklich vollkommen zur Geltung kommt. Und wenn eine solche Perle dann noch von einem solchen Cover gekrönt wird - was könnte man mehr verlangen?

evlaS